Wiedereintrittstelle zog Resumée nach einem Jahr

Sie kommen gezielt und informiert und sind meistens zwischen 25 und 45 Jahren alt; ein Drittel ist über 50 bis 70 Jahre alt.. So zeigt sich der Querschnitt der Gruppe von Menschen , die nach einem Kirchenaustritt nach oft vielen Jahren in die Wiedereintrittstelle im Kirchenpavillon innerhalb der letzten 12 Monate nach Wetzlar gekommen sind. Dabei sind aber auch Menschen über 60 Jahre, die „wieder zur Kirche gehören wollen und diese Heimat doch vermisst haben“.

Diese Tendenz zeichnete sich in einem ersten Resumée nach einem Jahr der Öffnung im Gespräch der Mitarbeitenden in der Wiedereintrittstelle in den Räumen des „Haus der Kirche und Diakonie“ am Haarplatz ab. Es sind Theologen sowie Nichttheologen aus anderen kirchlichen Berufsfeldern, die dort ehrenamtlich Dienst tun. Alle sind auch Ansprechpartner für Passanten und Touristen, Kirchennahe und –distanzierte, die in den Kirchenpavillon zum Einkauf guter Bücher und Geschenke oder Karten zu verschiedenen Anlässen kommen. „Manche Menschen nutzen das niederschwellige Angebot dieser Einrichtung der Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar, um Gespräche über Sorgen oder den Sinn des Lebens, aber auch über Alltagsthemen zu führen“, betonte Altsuperintendent Rainer Kunick. Er ist der theologische Ansprechpartner und leitet gemeinsam mit der Öffentlichkeitsreferentin Heidi J. Stiewink die Einrichtung. Finanziert ist die Einrichtung aus dem Etat der Öffentlichkeitsarbeit der Kirchenkreise.

Die 15 anwesenden Mitarbeitenden freuten sich über die 30 Wiedereintritte in dieser Stelle und zusätzlichen in den Gemeinden. „Erstmals sind in der Kirchengemeinde Wetzlar die Eintritte höher als die Austritte“, informierte Pfarrer Jörg Süß. „Durch diese kreiskirchliche Stelle konnten wir auch Ausgetretene motivieren, direkt in der eigenen Gemeinde einzutreten“, wusste Luise Fuhrländer (Werdorf) aus der Erfahrung zu berichten.

Im Blick in die Zukunft dieser Einrichtung und im Bemühen um eine Zusammenarbeit auch im Blick auf die Öffnung und der Besichtigung der Hospitalkirche (bisher samstags) mit anderen Partnern, werden die Verantwortlichen Kontakte mit der Touristinformation der Stadt Wetzlar, mit dem Stephanuswerk und dem Diakonischen Werk, mit der Kirchengemeinde Wetzlar und mit dem Optik-Parcours knüpfen. Im April 2008 wird erstmals zu einem musikalischen Abendgottesdienst für alle in den letzten Jahren Eingetretenen und andere Interessierte eingeladen. Weitere Informationen unter 06441 400913 und 06441 901333.

 

Aktuelles

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